Das war ... das erste Volksfestwochenende

Anzapfen und Auszug bei Bilderbuch-Wetter

Wieder einmal hat der Schirmherr des Veldener Volksfestes, Erwin Huber, ganz Arbeit geleistet. Erstens, was das Wetter angeht - denn die strahlende Sonne tauchte den Himmel in ein wunderbares boarisch-blau - und zweitens saß der Bierhahn schon beim ersten kräftigen Schlag im Fass, so dass das kühle Nass zügig in die Massen fließen konnte. Bei sommerlichen Temperaturen hatte man entsprechend gedürstet und da wundert es nicht, dass kaum eine halbe Stunde nach dem Anstich war das Fass auch schon leer war. Den Durst gestillt, machte sich der Zug der Vereine und des Festpersonal auf den Weg in Richtung Festzelt, angeführt vom Schirmherrn, Bürgermeister Greimel mit Gattin und Tochter und Festwirt Böckl sen. und Festwirt jun. (20..?) in der festlich geschmückten Kutsche des Rennvereins Velden.

Im Festzelt folgte die offizielle Eröffnung durch Bürgermeister und Schirmherrn, der traditionell aus heuer wieder souverän den Bayerischen Defiliiermarsch dirigierte, gespielt von unserer Veldener Blaskapelle. Diese unterhielt das Festzelt mit beliebter boarischer Blasmusi den Nachmittag über.

Samstagabend: Mega-Zelt-Party mit den "Münchner G'schichten"

Am Abend der offiziellen Volksfesteröffnung brannte bereits kurz nach 19:00 Uhr das Zelt. Die "Münchner G'schichten" brachten in Nullkommanix eine Stimmung besonders in den vorderen Teil, denn dort herrscht am Abend die "Jugend" - und wieder einmal war es eine helle Freude, die jungen Dirndl und Burschen im hübschen und teils sexy Gewand ausgelassen feiern zu sehen. So soll es sein auf dem Veldener Volksfest - für jedes Alter und jeden Geschmack soll musikalisch etwas dabei sein und wenn das einer mit seinem Programm schafft, dann unser Festwirt Markus Böckl. Zum 6. Mal in seinem noch jungen Leben beweist er den richtigen "Riecher", bringt bekannte Bands auf die Bühne und andere, die sich in Velden erstmals beweisen wollen. Die "Münchner G'schichten", das steht außer Frage, waren und sind ein Garant für einen tollen Partyabend im Festzelt und haben ihre Fans mit bester Musik bis spät in die Nacht ausgezeichnet unterhalten.

Open-Air-Gottesdienst mit Motorradsegnung und -korso

Der Sonntagmorgen gehört in einer bayerischen Gemeinde wie Velden dem Besuch des Gottesdienstes. Wenn dieser, wie bei der Motorradweihe, im Freien stattfindet und ob der sehr gemischten Besuchergruppen in einer ganz besonderen Atmosphäre, dann macht es froh, gemeinsam um den Segen des Herrn zu bitten und im Anschluss an den Gottesdienst der Zeremonie der Weihwassertaufe beizuwohnen. Über 300 Motorräder wurden vom Veranstalter, dem Motorradclub Velden e. V., gezählt. In einem nicht enden wollenden Korso fuhren "heiße Bikes" und "flotte Roller" einen kleinen Rundkurs, der - unter anderem - durch den wohl schönsten Ortsteil Veldens, Untervilslern*.

Eine Sommernacht im bayerischen Bierzelt

Von "Martl & Freunden" während des Frühschoppens und bis knapp 15:30 Uhr sehr gut unterhalten, genossen am Nachmittag und Abend vor allem Familien den herrlichen Tag bei einer guten Brotzeit in einem nicht mehr ganz so vollen Festzelt. Mit der Kapelle "Kaiserschmarrn" standen "Neue" auf der Bühne, die ihre Sache - unter erschwerten Bedingungen - sehr gut machten und mitunter ein wenig an "Max Greger und Band" erinnerten. Jeder der Musiker beherrscht sein/e Instrument/e perfekt, der Auftritt hatte "Konzertqualität", was von den Veldener Besuchern mit Sinn für gute bayerische Blasmusik mit Lob und Applaus quittiert wurde.

Für einen ganz speziellen Genuss sorgten zwischendurch die "Hinterskirchner Goaslschnoizer", die mit ihren Peitschen bekannte Melodien durch die Luft schnalzten, dass es gerade so gekracht hat wie beim heimischen Feuerwerk an Silvester. Wie man beim "Fachsimpeln" höre, ist das "Goaslschnoizn" eine äußerst anstrengende und anspruchsvolle Angelegenheit, die viel, viel Übung - begonnen beim Kreisen von Achtern in der Luft - voraussetzt. 

Bis fast Mitternacht spielte "Kaiserschmarrn" und fand zu vorgerückter Stunde dankbare Zuhörer und Mitsänger bei Melodien wie dem "Land Tirol", dem "Kufstein-Lied" oder "Fliege mit mir in die Heimat". Es war ein gelungener Kontrast zu zwei vorausgegangen Partyabenden - vielen Dank liebe "Kaiserschmarrn" - habe die Ehre! Nicht unerwähnt soll bleiben, dass der TSV Vilslern in seiner Box seinen Vizemeistertitel feiern konnte - dazu herzlichen Glückwunsch!

*Sitz der Online-Redaktion ;-)

 

PS. Die Fotoalben vom Samstag gibt's hier

Open Air-Gottesdienst mit Motorradsegnung und -korso