Das war ... die offizielle Volksfesteröffnung

Er ist immer wieder ein Erlebnis aufs Neue - der farbenfrohe, traditionelle Auszug zum Festzelt mit den "Offiziellen", den Veldener Blaskapellen und den Vereinen. Und weil's grad so schee is in Voin und das Bier so extra guad, war der Schirmherr Erwin Huber heuer auch einer der ersten am Marktplatz! Auf keinen Fall wollte er sich - wie im Vorjahr - das Anzapfen vom Bürgermeister Greimel aus der Hand nehmen lassen, schon gar nicht zu seinem 25. Schirmherr-O'zapf-Jubiläum. Mit zwei kräftigen Schlägen versenkte der Staatsminister a. D. den Hahn im Fass und füllte die ersten Krüge mit dem köstlichsten Nass, das die Hohenthanner Schloßbrauerei in ihrem Sortiment hat. Erfrischt und in bester Stimmung zog die lange Menschenschlange unbeschirmt zum Festzelt. Dort begrüßte Bürgermeister Greimel die Gäste und übergab das Wort an den Schirmherrn, der sich einen Spaß daraus machte, erst einmal den diesjährigen Festwirt Hans Stammler zu derblecken. Der hatte nämlich das 54. Veldener Volksfest am Marktplatz für eröffnet erklärt - eine "Anmaßung", die ihm "von Amtes wegen" nicht zustehe, weshalb, so Erwin Huber, er zur Strafe erst einmal 50 Maß an die Blaskapelle zu zahlen habe. Solange das Volksfest in Velden nicht durch den Schirmherrn persönlich eröffnet sei, rief er in die Runde, handele es sich um ein "Schwarzfest" - eine Gaudi, die beim Festwirt und dem Publikum zu herzhaftem Lachen führte. Auch dass er den bayerischen Defilliermarsch mit einem kleinen Holzstöcken dirigieren musste, gefiel dem Schirmherrn, kam er doch dadurch aus dem Witzeln und Lachen gar nicht mehr heraus.

Der Abend des ersten Volksfestsamstags gehörte vor allem dem jüngeren Publikum. Erwartungsgemäß hatte sich das Festzelt bis auf den allerletzten Platz gefüllt und auch draußen im Freibereich war für die, die nach 18:00 Uhr kamen, kein Plätzchen mehr zu ergattern - das Phänomen "D'Moosner". Die heizten ihr Publikum von der ersten bis zur letzten Minute ein und so dauerte es nur knapp eine Stunde, bis die ersten auf den Bänken standen und mitsangen, was die Festbierfeuchten Kehlen hergaben. Auch die Bauer-Bar war proppevoll - von den Örtlichkeiten, die man dann und wann braucht, gar nicht erst zu reden. Doch genau so soll es sein, nur dann kann sich ein Festwirt leise lächelnd zurücklehnen und bei all dem Stress den Abend auch genießen.

Wer den Sammstagabend mit den Moosnern verpasst hat, bekommt am Fronleichnam eine neue Chance. Ab 19:00 Uhr werden sie noch einmal ihr Bestes für das Veldener Volksfest geben - wir freuen uns drauf!

Erwin Huber und der bayer. Defiliermarsch